„Die Menschen früher gingen durchweg davon aus, dass Ihr Leben permanent von früh bis spät, von der Geburt bis zum Tod von guten und von bösen Geistern begleitet wird. …. Die Menschen haben immer wieder versucht mit diesen guten und bösen Geistern in Verbindung zu treten. ….

Den „Hexenschuss“ gibt es ja heute noch. Die Gicht heißt wörtlich „das Zugesprochenen“ - da war irgendein Böser,der hat dir das angeredet.“, so Trost in seinen Ausführungen, um Verständnis zur Entstehung von Sagen zu vermitteln.

 

Wenn es keine plausible Erklärung gab war man zur damaligen Zeit schnell bei der Hand und hat selber Geschichten erfunden. Das sei das Problem, wenn man sich mit Geschicht beschäftigt. Man müsse erst den Steinhaufen aus dem 19 Jahrhundert wegschaffen, um dann zu den eigentlichen Quellen zu kommen. Wer sich mit Sagen beschäftigt müsse deshalb vorsichtig sein und klären wie alt die Überlieferung ist, wer sie möglicherweise geschrieben hatte oder ob es ein Interesse gab, das man mit dieser Sage verfolgte.

 

Die Zuhörer erfuhren am Startpunkt, dass der Wörther Galgen seit Stadtgründung an gleicher Stelle stand und der Abschreckung diente. Hier sei nie jemand hingerichtet worden. Am nächsten Zwischenhalt hörten wir von Bauern, die auf dem Acker glänzende, römische Scherben gefunden hatten und sich den Fund nicht erklären konnten. Auf der Suche nach einer Erklärung wurde die Sage der Klosteräcker geboren.

 

Eine weitere Wörhter Sage handelte von den Kornwürmern und dem Kornwucherer. An der Grimmeswiese berichtete Trost über den Grenzfrefel des Rebheckenmännchen und erklärte anschließend die möglichen Hintergründe den Flurnamen Alsenbaum und Spittal als mögliches Sondersiechenhaus - einer Quarantänestation während der Pest.

 

Zum Abschluss bendankte sich Wörth's Bürgermeister, Andreas Fath, und überreichte im Namen der Freien Wähler Wörth ein Präsent.

 

Die kurzweilige Wanderung endete mit einem gemütlichen Beisammensein im Wörther Waldhaus.

 

 https://www.facebook.com/pg/fwwoerth/posts/

 

 

Top